3 Tipps, wie du mit wenig Aufwand dein Coaching Angebot besser verkaufen kannst [Auf deiner Website]

Du bist ein Coach oder Trainer und dein Ziel ist es möglichst vielen Menschen dabei zu helfen (mindestens) ein Problem zu lösen. Das ist klasse! Problem: Nur weil du das gerne möchtest, kommt noch lange keiner zu dir. Also musst du Kunden akquirieren – konkret: Du musst dein Angebot, in diesem Fall dein Coaching, verkaufen.

Einige meiner Coachees mögen dieses Thema überhaupt nicht. Zumindest am Anfang unserer Zusammenarbeit. Sie kommen zu mir, weil sie online Kunden gewinnen möchten und glauben, dass man dafür einfach nur ein bisschen Technik aufsetzen muss und die Kunden kommen geflogen. Wenn ich dann jedoch davon rede, dass man dafür das Verkaufen lernen muss, bekomme ich u.a. Antworten wie diese:

“Ich kann nicht verkaufen, dazu bin ich nicht geschaffen!”
“Das ist so garnicht mein Ding, ich will den Leuten nichts versprechen!”
“Um Gottes willen, bloß nicht. Wenn ich sehe, was andere so machen, das geht garnicht.”

Zugegeben, es gibt einige Methoden, die auch ich als nicht moralisch vertretbar empfinde. Aber wenn wir uns im Alltag umsehen, dann wimmelt es nur so von verkaufspsychologischen “Tricks”, die alles daran setzen um Produkt X zu verkaufen. Und die meisten davon durchschauen wir noch nicht mal.

Marketing ist überall

Vielleicht kennst du das: Du schreibst einen Einkaufszettel, gehst in den Supermarkt und packst alles ein, was du dir notiert hast. Zuhause stellst du dann voller erstaunen fest, dass du (mal wieder) um einiges mehr in den Einkaufswagen gepackt hast, als auf deinem Zettel stand. Und du hast es nicht wirklich gemerkt.

Der Weg zur Kasse ist gespickt mit verkaufspsychologischen Tricks
Der Weg zur Kasse ist gespickt mit verkaufspsychologischen Tricks

Glückwunsch, du wurdest “Opfer” der “bösen” Supermarkt-Marketing-Strategen. (Achtung: Sarkasmus)

Aber gehst du jetzt zum Filialleiter und beschwerst dich darüber, dass das Regal mit der Milka-Schokolade genau auf dem Weg zur Kasse aufgestellt war und du gar nicht anders konntest, als eine Tafel mitzunehmen? Eher nicht.

Damit will ich sagen, dass Marketing überall ist. Jedes Unternehmen ist von Marketing und Verkauf abhängig. Funktioniert das nicht, wird nichts verkauft und die Firma geht pleite. Warum also solltest du jetzt ein schlechtes Gewissen haben, wenn du dein wertvolles Coaching deinen potentiellen Kunden schmackhaft machst. Solange du selbst davon überzeugt bist, solltest du alles dafür tun, möglichst vielen Menschen zu ermöglichen, dein Angebot zu buchen.

Du siehst, es ist alles nur eine Frage der Perspektive!

Und genau so musst du an deinen Verkauf herangehen. Sei überzeugt von deinem Angebot und zeige deinen Interessenten, wie du ihnen bei der Lösung ihres Problems helfen kannst.

3 Tipps für deine Angebots-Seite

Im folgenden habe ich 3 Tipps für dich, wie du das auf deiner Verkaufsseite umsetzen kannst. Mit Verkaufsseite meine ich die Seite, auf der du erklärst, worum es in deinem Coaching geht und wie man es buchen kann. Ich werde hier nur auf diese eine Seite eingehen. Es geht nicht um den Verkauf sonstiger Produkte, sondern einzig und allein um dein Coaching-Angebot.

Tipp Nr. 1 – Konzentriere dich auf einen (1) Zielkunden & ein Coaching-Angebot

Viele Coaches haben meist mehr als ein Angebot bzw. mehrere Arten von Coachings. Oft unterscheiden sich diese nur grob im Thema. Jetzt könnte man meinen, dass sich bei einer großen Auswahl immer jemand finden lässt, bei dem zumindest eines dieser Angebote passt und der es dann bucht. Aber ein wirkliches Umsatzhoch erfährst du dadurch nicht.

Streuverluste durch zu breites Angebot
Streuverluste durch zu breites Angebot

Je mehr unterschiedliche Angebote du auf deiner “Verkaufsseite” anbietest, desto mehr Streuverlust hast du. Natürlich kommt es dabei ein wenig darauf an, wie du dich positioniert hast. Aber auch hier gilt: Spitz schlägt breit.

Das große Problem, dass du hast, wenn du viel anbietest, ist folgendes: Du kannst dich nicht konkret auf ein Problem bzw. eine Zielgruppe konzentrieren und das führt dazu, dass sich alle ein bisschen aber keiner konkret angesprochen fühlt.

Klar, der ein oder andere bleibt vielleicht hängen und wird auch zum Kunden. Viel besser wäre es jedoch, wenn du dein Angebot genau für deinen Zielkunden formulieren könntest. Denn dann kannst du viel konkreter auf seine Probleme und Bedürfnisse eingehen.

Also: Versuche dein Angebot auf eine Zielgruppe anzupassen und formuliere es für genau diese Menschen. Dabei kann dir ein Kunden Avatar helfen.

Tipps zur Zielgruppen-Recherche und eine Vorlage für deinen Kunden Avatar erhältst du ein paar Tage, nachdem du dich in den Newsletter eingetragen hast (du kannst dich am Ende dieses Artikels eintragen).

Tipps Nr. 2 – Leg eine Schippe drauf

Wenn du deine Verkaufsseite schreibst bzw. dein Angebot formulierst, dann ist es häufig der Fall, dass du dich selbst viel zu klein machst. Ich meine damit nicht, das du dich in den Himmel loben und alle deine Qualifikationen aufzählen sollst. Nein, viel mehr solltest du deiner Aussage Nachdruck verleihen.

Statt zu schreiben:

“In meinem Coaching sprechen wir über dein Problem im Bereich xy und werden dieses auflösen…”

Könntest du sagen:

“In meinem umfassenden Profi-Coaching sprechen wir gemeinsam darüber, wie wir dein Problem xy nachhaltig lösen können, damit du zeitnah eine positive Veränderung spürst…”

Welcher Satz spricht dich mehr an? Wo spürst du mehr Expertise und Überzeugung?

Es sind nur ein paar Extra-Wörter, aber genau die machen das Angebot sehr viel interessanter, ohne dabei zu übertreiben oder das blaue vom Himmel zu versprechen.

Das ist natürlich nur ein Beispiel. Wenn man ein richtiges Angebot hat, dann kann man das noch viel besser machen. Probiere es doch mal aus.

Tipp Nr. 3 – Keine Preise – Keine direkte Buchung!

Ich habe schon mit vielen Coaches und Trainern zusammengearbeitet und konnte dadurch einige Angebotsseiten einsehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass viele den Preis für ihr Coaching dort hineinschreiben. Das liegt daran, dass es einfach “normal” ist. In dem Flyer von der Pizzeria nebenan stehen ja auch die Preise.

Ich sehe ein Coaching jedoch nicht als Pizza und die Angebotsseite ist keine Speisekarte und auch kein Online-Shop.

Sondern: Ein Coaching ist meist etwas sehr persönliches, auch im B2B Bereich. Der Interessent sucht nicht nach einem konkreten Produkt, sondern nach einer Lösung für sein Problem. Nun findet er dich und du machst auf ihn einen recht kompetenten Eindruck. Jedoch kennt er dich noch nicht wirklich und muss erst von dir überzeugt werden.

Bei einem Produkt, wie z.B. einem Online Kurs kann man jemanden über Text oder Video gut überzeugen, da hier keine persönliche Interaktion nötig ist. Doch bei einem 1:1 Coaching ist das etwas anderes. 1. ist der Preis dafür (langfristig) meist um einiges höher als bei einem Kurs und 2. muss hier die Chemie stimmen.

Free Strategiegespräch statt Preis
Free Strategiegespräch statt Preis

Daher empfehle ich meinen Coachees immer den Preis von der Seite zu nehmen und stattdessen ein (kurzes, kostenloses) Beratungs- oder Strategiegespräch anzubieten.

Darüber haben beide Seiten die Möglichkeit herauszufinden, ob es passt. Außerdem kannst du im direkten Gespräch dein Angebot genau auf die Person gegenüber (am Telefon, in Skype etc.) anpassen. Verbindest du das alles noch mit einer ordentlichen Portion Mehrwert, verkauft sich dein Coaching so gut wie von selbst.

Fazit

Ich kann verstehen, dass viele davor zurückschrecken sich mit dem Thema Verkaufen auseinanderzusetzen. Es ist sicher nicht die einfachste Sache der Welt und man muss sich da reinfuchsen. Letztlich musst du für dich entscheiden, wie weit du dabei gehen möchtest. Ich kann dir nur sehr ans Herz legen, eine gewisse Mischung zu finden, die moralisch vertretbar ist, aber trotzdem Kunden bringt.

Probiere diese 3 Tipps einfach mal aus und erzähle uns gerne in den Kommentaren, was es gebracht hat.

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